Claudias Erlebnis Zwischen Traum und Wirklichkeit...


Es war später Nachmittag, als ich mit meinen Freundinnen, Sigrid und Dagmar, zum Bahnhof ging. Wir verbrachten den ganzen Tag in der Stadt, und ich war schon ziemlich müde, es war ein anstrengender Tag. Ich musste noch zwei Stationen mit der Schnellbahn in meine Siedlung fahren und freute mich schon auf ein entspannendes Bad. Sigrid und Dagmar nahmen von dort den Bus in ihren Ort, der aber etwas später fuhr.

Da sagte Sigrid plötzlich, als wir schon am Bahnsteig standen: „Warum gehen wir nicht in ein Lokal und trinken ein Glas Wein zum Abschluss des Tages?“

Ich lehnte aber ab und sagte: „Heute nicht mehr. Wir können uns ja morgen wieder treffen. Meine Schnellbahn kommt in 10 Minuten“

„Sei keine Spielverderberin, komm schon. Für ein Glas Wein wirst du doch noch Zeit haben“, sagte Dagmar und wollte mich am Arm festhalten, ich wehrte sie aber ab mit den Worten: „Ich habe wirklich schon genug für heute, aber ihr könnt mir ja noch etwas Gesellschaft leisten, bis meine Bahn kommt.“ „Also gut“, meinte Sigrid, und wir setzten uns zu dritt – ich in der Mitte – auf eine Bank.

Wir unterhielten uns eine Weile, lachten und machten Witze über die übrigen Wartenden am Bahnsteig, und zogen, wegen unserer lauten Stimmen, immer mehr die Aufmerksamkeit auf uns. Vor allem beim männlichen Publikum. Denn es war ein heißer Tag und wir waren dementsprechend gekleidet. Sigrid hatte ein enges, ziemlich kurzes Sommerkleid an, mit etwas weitem Ausschnitt, Dagmar ein kurzes Top, das es nicht bis zum Nabel schaffte, und einen Minirock, der seinem Namen alle Ehre machte. Mein Rock war allerdings nicht viel länger, dafür ging mein Top wenigstens leicht über den Nabel.

Ich schaute dann auf die Anzeigentafel und sagte: „Mein Zug ist gleich da, wir müssen uns verabschieden.“

„Und was ist, wenn wir dich nicht einsteigen lassen?“ lachte Sigrid.

„Das werdet ihr nicht verhindern können“ antwortete ich, während mein Zug einfuhr. Ich wollte aufstehen, wurde aber sofort von beiden zurückgehalten.

Dagmar packte mich plötzlich, zog mich auf ihre Beine und hielt meine Hände fest. Ich wollte mich wehren und protestierte heftig: „Heh, was soll das, lasst mich einsteigen!“

Sigrid schob plötzlich mein Top ein Stückchen nach oben und pieckste mich ein paar mal mit ihren Nägel in den Bauch, das ich mit heftigem Kreischen quittierte. Dann fing sie an mich richtig zu kitzeln, wodurch ich in schrilles Lachen verfiel.

Es waren doch einige Personen unterwegs, die ein- und ausstiegen, und jetzt alle in unsere Richtung blickten. Denn meine Stimme war ja nicht zu überhören. Einigen fiel die Entscheidung schwer, in den Zug zu steigen, oder mir zuzusehen, wie ich gegen eine Kitzelattacke ankämpfte.

Ich wurde erst losgelassen als die Türen vom Zug geschlossen wurden und er sich in Bewegung setzte.

Wütend begann ich zu schimpfen: „Seid ihr verrückt geworden, mein Zug ist jetzt weg!“

„Na, dann musst du eben mit uns in ein Lokal gehen“, sagte Dagmar und stand auf

„Ich denk ja gar nicht daran“, erwiderte ich, und blieb sitzen. Wir diskutierten noch eine Weile, während wieder einige Leute auf den Bahnsteig kamen.

„Außerdem kann ich jetzt eine halbe Stunde auf den nächsten Zug warten“, sagte ich schon ziemlich wütend.

„Na, dann werden wir dir halt die Wartezeit etwas verkürzen“, sagte Dagmar, packte mich wieder und drückte mich auf die Bank. Sigrid überraschte mich indem sie meine Beine festhielt. Dann schafften sie es mich auf den Bauch zu drehen. Dagmar kniete auf meinen Oberschenkeln und Sigrid saß auf meinen Beinen und klemmte meine Füße ein.

„Lasst mich sofort los!“, schrie ich und ruderte mit meinen Armen, die ich als einziges noch bewegen konnte, was aber mehr zur Erheiterung der beiden führte.

„Jetzt werden wir ein bisschen Leben in diesen langweiligen Bahnhof bringen“, sagte Dagmar, schob mein Top hoch und fing an mich am Bauch zu kitzeln. Die erwartete Reaktion kam auch prompt denn ich lachte und kreischte sofort los. Und die ersten Leute kamen um dieses Schauspiel von der Nähe zu sehen.

Inzwischen kümmerte sich Sigrid um meine Füße und zog mir langsam die Schuhe aus.

„Sigrihihid, niiiicht!“, schrie ich als ihre Fingernägel auf meinen Fußsohlen aufsetzten.

Natürlich war ich jetzt die Attraktion für den ganzen Bahnhof. Ich spürte, wie mein Gesicht rot anlief, und wusste nicht, ob das Kitzeln der Grund war, oder die Zuschauer rundherum.

Zum Glück war die Vorstellung aber bald vorbei. Dagmar bemerkte, dass in fünf Minuten der Bus fährt, der sie in ihr Dorf bringen sollte. Sie beendeten das ganze und ich verabschiedete mich von ihnen mit leichtem Groll.

Ich saß jetzt da mit hochrotem Kopf und wäre am liebsten im Erdboden versunken, als einige Personen an mir vorbeigingen und mich mitleidig anlächelten. Es war mir richtig peinlich, vor anderer Leute Augen ausgekitzelt zu werden.

Als endlich mein Zug einfuhr machte ich mich bereit einzusteigen. Ich ging an einer Gruppe Jugendlicher vorbei, die mich grinsend fragten, ob wir miteinander Zug fahren könnten, während sie mit den Fingern kitzelnde Bewegungen machten. Ich beantwortete ihre Frage mit ausgestrecktem Mittelfinger und stieg ein.

Während ich im Zug einen Platz suchte hatte ich das Gefühl als würden mich hunderte Augen beobachten, obwohl mich die alle gar nicht gesehen haben konnten. Ich suchte mir den letzten Platz im Waggon aus und versenkte meine Blicke in mein Smartphone.

Nach kurzer Fahrt war ich an meinem Bahnhof angekommen, ich verließ rasch den Zug und ging durch einen kleinen Park der dort angrenzt. Plötzlich hörte ich eine Stimme hinter mir.

„Entschuldigen Sie, junge Frau“. Ich drehte mich um – und sah einem sehr eleganten, attraktiven Herrn mittleren Alters in die Augen, dessen Blick mich sofort faszinierte.

Er hatte eine kleine Reisetasche bei sich und sah so aus, als käme er gerade von einem wichtigen Meeting.

„Ich glaube Sie haben etwas vergessen“, sagte er lächelnd, und hielt mein Smartphone in der Hand.

Ich hatte es scheinbar vor lauter Eile im Zug vergessen und sagte: „Oh, vielen Dank, habe ich es doch glatt liegen gelassen“ und wollte danach greifen, doch er ließ es nicht los. Er schaute mich nur liebevoll an und sagte mit ruhiger Stimme: „Wissen Sie, ich müsste eigentlich in eine ganz andere Richtung, ich hätte dieses Handy dann irgendwo bei einer Polizeistation abgeben können. Aber ich dachte mir, dieses kostbare Gerät wird ihnen sicher bald fehlen. Und ich weiß wieviel Ärger und Aufwand so etwas bedeutet. Drum bin ich Ihnen nach gegangen und habe diesen Umweg in Kauf genommen damit ich Ihnen das ganze Theater erspare.“

Jetzt begriff ich, dass er wahrscheinlich eine Gegenleistung wollte und sagte: „Ich bin wirklich froh darüber was Sie für mich getan haben. Wollen Sie vielleicht einen Finderlohn? An wieviel haben Sie gedacht?“, und kramte in meiner Tasche nach Geld, aber er unterbrach mich mit den Worten. „Aber nein, ich möchte doch von Ihnen kein Geld, ich hab selber genug. Ich habe an etwas anderes gedacht.“ Ich bekam ein etwas mulmiges Gefühl.

„Nun“, setzte er fort, „Ich habe Sie vorhin am Bahnsteig gesehen. Ich meine, bevor Sie eingestiegen sind. Mit Ihren Freundinnen...Sind das wirklich ihre Freundinnen? Die haben Sie ja ganz schön in die Mangel genommen“.

Ich schluckte. „Sie haben dabei zugesehen?“, und merkte wie mein Gesicht errötete.

„Es war ja nicht zu übersehen, und schon gar nicht zu überhören. Sie sind ziemlich kitzlig, wie ich bemerkt habe. Und ich mag es wenn Frauen lachen. Darum habe ich mir gedacht, so als Gegenleistung, für den Umweg den ich für Sie gemacht habe, ob Sie sich vielleicht auch von mir kitzeln lassen...“

Ich stand wie versteinert da und konnte nicht glauben was ich da eben gehört hatte. Hier steht ein seriös wirkender Herr vor mir, der mich allen Ernstes fragt ob er mich kitzeln darf. Aber ich konnte ihm nicht böse sein. Denn so wie er das sagte, das klang so sanft, als ob er mich auf einen Kaffee einladen wollte. Und ich war irgendwie verzaubert von ihm.

Er setzte fort: „Ich meine natürlich, nur wenn Sie es auch wollen. Ohne Ihre Zustimmung werde ich nichts tun. Allerdings müsste ich dann Ihr Handy mitnehmen und es auf die nächste Fundstelle tragen. Und wir tun so, als wären wir uns nie begegnet.

Ich wurde unsicher, was ich tun sollte. Wenn ich ablehne, nimmt er mein Handy wieder mit. Aber woher sollte ich wissen, ob er ehrlich ist und es wirklich auf die Fundstelle bringt, obwohl ich mir bei ihm nichts anderes vorstellen konnte. Andererseits wollte ich mein Handy sofort haben, und fragte vorsichtig: „Ich weiß nicht recht...wo und wann wollen Sie mich...“

„Na, hier und jetzt“, sagte er bestimmt. „Denn Je länger wir warten, desto später bekommen Sie Ihr Handy“.

Verwundert fragte ich: „Wie, hier im Park? Vor allen Leuten?“

„Wir müssen ja nicht am Hauptweg bleiben“, sagte er ruhig. „Ich kenne weiter vorne ein ruhigeres Plätzchen. Dort kommen weniger Leute vorbei, höchstens ein paar Radfahrer.“

Bei jedem anderen wäre ich bereits davongelaufen – Handy hin oder her – aber bei ihm war das irgendwie anders. Seine Blicke waren so vertrauenswürdig und seine Stimme so beruhigend, dass er mit mir alles machen konnte. Also willigte ich ein.

Wir gingen ein Stück und bogen dann in einen Weg ein der zu einem Platz führt, den ich vorher noch nie gesehen habe. Etwas versteckt standen dort zwei Holztische mit jeweils zwei Bänken. Es war ein richtig romantisches Plätzchen. Und es kamen auch kaum Leute vorbei.

Das machte mich allerdings etwas nervös, denn immerhin war ich jetzt mit einem wildfremden Menschen allein der mich gleich kitzeln würde, und wer weiß was noch alles mit mir anstellt.

Er sah mir meine Nervosität an, und beruhigte mich: „Sie sollten sich etwas entspannen. Ich werde es Ihnen so angenehm wie möglich machen.“ Dann holte er aus seiner Reisetasche eine Decke hervor und breitete sie auf.

„So, wenn ich Sie bitten dürfte, sich hinzulegen“.

Ich hatte jetzt doch ein etwas ungutes Gefühl, und fragte: „Es...Es dauert aber nicht lange? Ich muss bald zu Hause sein“

Er meinte: „Nein, natürlich nicht, höchstens ein paar Stunden“.

Ich schaute ihn mit offenem Mund an, aber er lachte nur: „Aber das war doch nur ein Scherz“.

Jetzt musste ich auch lachen und er sagte: „Sehen Sie, so gefallen Sie mir schon besser. Ich werde Ihnen kurz beschreiben was ich vorhabe: Zuerst werde ich Ihre hübschen Fuße kitzeln, dann werde ich mich ein wenig Ihrem attraktiven Oberkörper widmen, und als Draufgabe ihre glatten, einladenden Achseln berühren. Dann gebe ich Ihnen Ihr Handy zurück und Sie können nach Hause gehen.“

Und er sagte das mit soviel Charme, dass ich es gar nicht mehr erwarten konnte, unter seine Finger zu kommen.

Ich lag mit dem Rücken auf der Decke und mir gingen einige Gedanken durch den Kopf. Was ist, wenn mich hier Leute sehen, die mich kennen? Wie erkläre ich die Situation, hier im Park zu liegen und in der Öffentlichkeit von einem fremden Mann gekitzelt zu werden? Aber die ganze Sache reizte mich dann doch.

Meine Gedanken waren auch bald verflogen als er meine Schuhe auszog, meine Füße zwischen seine Beine einklemmte und sie mit Grashalmen zu streicheln begann. Ich fing sofort an zu kichern.

„Das ist nur zur Einstimmung“, sagte er und fuhr mit den Grashalmen an den Beinen entlang. Mir gefiel dieses Gefühl zischen leichtem Kitzeln und sanftem Streicheln.

Dann nahm er ein paar dünne Zweige dazu und beschäftigte sich mit meinen Sohlen. Das Kitzeln wurde etwas verstärkt und ich fing bereits zu kreischen an. Er fuhr mit den Zweigen weiter über meinen Ballen bis zu den Zehen.

Mein Lachen wurde jetzt immer lauter und das war genau das, was er haben wollte. Er warf die Zweige weg, und verwendete seine Finger die er auf meinen Sohlen auf und ab bewegte. Mein Lachen wurde immer schriller und mein Oberkörper bewegte sich hin und her. Ich versuchte ihn mit meinen Armen abzuwehren, erreichte ihn aber nicht. Und er kitzelte munter weiter.

Natürlich blieb mein Kreischen und Lachen nicht unbemerkt und ich sah neugierige Augen zwischen Ästen und Zweigen hindurchblicken. Und mir machte es plötzlich Spaß.

Dann stoppte er kurz das Kitzeln, sah mich an und sagte: „Sehen Sie, Ihre ganze Anspannung ist jetzt vorbei. So schlimm ist es ja gar nicht. Oder haben Sie schon genug?“

Ich antwortete mit aufgeregter Stimme: „Nein, ich habe noch lange nicht genug.“

Mit Freude nahm er daraufhin wieder ein paar Grashalme und Zweige und fuhr langsam meine Beine entlang. Mit sanften, kreisenden Bewegungen gleitete er auf meinen Oberschenkel. Es war ein so zärtliches und angenehmes Gefühl, wie ich es schon lange nicht mehr gespürt habe, und hoffte es würde nicht so schnell zu Ende gehen. Ich machte die Augen zu und ließ es auf mich einwirken.

Dann wurde mein Top hochgeschoben, ziemlich weit, sodass mein gesamter Oberkörper im Freien war, und spürte die langsamen Bewegungen nun um meinen Bauchnabel. Ich bemerkte eine innerliche Erregung, mein ganzer Körper vibrierte, als ich die Augen aufschlug und ihm lächelnd ins Gesicht sah, das jetzt ganz nah bei mir war. Er war mir plötzlich so vertraut, als würde ich ihn schon ewig kennen.

Allerdings holte er mich wieder in die Realität zurück indem er den dünnen Zweig nahm und ihn in meinen Nabel steckte.

Ich quietschte sofort auf, was einen Radfahrer verunsicherte, der soeben vorbeifuhr.

Dann tanzte der Zweig auf meinem Bauch herum, das den Kitzelreiz verstärkte, und ich die Zähne zusammenbiss.

Plötzlich musste ich laut auflachen, einerseits wegen des Radfahrers, der aus lauter Neugierde in einem Gebüsch landete, und andererseits wegen der kitzelnden Finger, die jetzt immer schneller auf meinem Bauch rotierten.

Es wurde immer intensiver, ich drehte meinen Körper hin und her und versuchte mit meinen Händen seine Attacke abzuwehren, obwohl ich das in Wirklichkeit gar nicht wollte.

Aber er ließ sich ohnehin nicht davon abhalten und arbeitete sich weiter über meine Seiten bis hinauf zu den Rippen um dann wieder zurück auf meinen Bauch zu wandern.

Ich wippte mit meinem Körper auf und ab, ruderte mit meinen Armen in der Luft und strampelte mit meinen Beinen. Es muss ein faszinierender Anblick für den Spaziergänger gewesen sein, der mit offenem Mund stehenblieb.

Nach dieser, etwas heftigeren Behandlung, bekam ich eine kurze Verschnaufpause. Er gab mir einen Schluck Wasser aus seiner Thermoskanne zu trinken, und sagte: „Eine kleine Stärkung. Denn jetzt kommt der dritte Teil, den ich versprochen habe. Mal sehen, ob die Achseln auch ein bisschen kitzlig sind.“

„Probieren wir es einfach aus,“ sagte ich und wusste, dass jetzt der unangenehmste Teil auf mich zu kam.

Er ging jetzt an mein Kopfende und legte sich mit seinem Körper auf meine ausgestreckten Arme. „Damit nichts passiert“, meinte er. Er hatte wohl Angst um sein attraktives Gesicht.

Diesmal begann er aber nicht sanft mit Grashalmen sondern ging gleich aufs Ganze und grub seine Finger in meine Achselhöhlen, was mich sofort aufschreien ließ. Dadurch verschreckte ich den nächsten Radfahrer, der nur mit Mühe dem Gebüsch ausweichen konnte.

Der Kitzelreiz unter meinen Armen wurde immer heftiger und meine Bewegungen immer wilder. Auch meine Stimme wurde lauter und ich flehte ihn schon an, aufzuhören. Jetzt war es wirklich eine schlimme Tortur.

Es schien als hätte er Mitleid und verlangsamte seine Bewegungen. Seine Finger beruhigten sich und glitten nur mehr mit den Kuppen über meine Haut. Das Kitzeln ging jetzt in ein angenehmes Streicheln über.

Doch kurz bevor mich wieder dieses erregende Gefühl überkam, verstärkte er seine Bewegungen und krabbelte unter mein Top hindurch auf meine Rippen, was mich kurz ausrasten ließ. Von dort wanderte er wieder zurück und kitzelte mich plötzlich am Hals, von dem ich bis jetzt gar nicht wusste wie empfindlich er ist.

Als nächstes kamen wieder die Zweige ins Spiel, mit denen er in meinen Achseln rotierte. Einmal langsamer, dann wieder schneller. Als er dann einen kurzen Abstecher in meine Ohren machte, verfiel ich wieder in lautes und schrilles Lachen.

Danach wurden die Zweige weggeworfen und es kamen wieder Grashalme zum Einsatz, die sich zärtlich und weich von meinen Achseln langsam meine Arme hinauf bewegten. Und ich bekam wieder dieses intensive Gefühl...

Nach einer Weile gefühlvollen Streichelns sagte er: „So, wir haben es überstanden.“

Ich blieb noch kurz liegen und ließ mir das ganze Geschehen noch einmal durch den Kopf gehen. Dann stand ich auf, er verabschiedete sich von mir, noch immer so charmant wie anfangs, und ich ging mit langsamen Schritten meinen Weg weiter...

Bis ich wieder eine Stimme hörte: „Entschuldigung, junge Frau“. Ich drehte mich um – und sah in ein attraktives Gesicht. „Ich glaube, Sie haben etwas vergessen“, sagte er lächelnd, und hielt mein Smartphone in der Hand.

„Oh, vielen Dank“, sagte ich, „habe ich es doch glatt liegen gelassen.“

„Sie sollten besser darauf aufpassen“, sagte er in fast väterlichem Ton. „Man weiß ja nie, in welche Situationen man dadurch geraten kann!“

„Sie haben recht“, sagte ich etwas gedankenverloren. „Übrigens, wie heißen Sie eigentlich?...“

Ich drehte mich um, aber er war weg. So schnell, wie er gekommen ist, war er auch wieder verschwunden.

Ich stand noch eine Weile wie in Trance herum, als mich plötzlich eine Bekannte aus meiner Siedlung bemerkte: „Hallo, Claudia!“, rief sie. „Was ist denn los, du hast so einen eigenartigen Blick. Ist alles in Ordnung?“

„Ja, ja, natürlich“, antwortete ich. „Ich bin nur ein bisschen müde“.

„Darum siehst du so verträumt aus“, sagte sie und ging weiter.

Ich konnte ihr ja nicht sagen, dass ich soeben ein traumhaftes Erlebnis gehabt hatte.

Und ER war mein Traum.

Vielleicht sehe ich ihn ja wieder. Wer weiß...