FEDERLUST, EIN KITZLIGES EROTISCHES MÄRCHEN

von

Andreas

Prolog

Wir kennen uns. Nun so ganz kennen wir uns noch nicht, wir haben uns jedenfalls noch nicht gesehen oder wirklich wahrgenommen. Doch auf der anderen Seite haben wir viel gemein, wichtiges gemein, wie z. B. die Vorliebe fürs kitzeln. Damit Du mich besser kennenlernst, besser weist was Du vielleicht vermisst, Dir etwas wünschst oder vielleicht erleben möchtest, deshalb habe ich diese Geschichte geschrieben. Ich möchte Dich quasi mit auf die Reise nehmen.

Die ganze Geschichte nenne ich ein Märchen, weil werden Dinge passieren die nur in Märchen möglich sind. Außerdem manchmal wird es vielleicht ein wenig gefährlich und da brauche ich die gute Fee, die es ja nur im Märchen gibt, damit auch alles ein gutes Ende findet. Es wäre ja jammerschade, wenn Dir etwas passieren würde.
Was ich Dir versprechen kann, Du wirst in der Geschichte auf jede nur erdenkliche Art gekitzelt, Du wirst in der Geschichte viel Lust empfinden, Du wirst mich kitzeln und natürlich macht es Dir Spaß mir Lust zu bereiten.

Du wirst viel neue Dinge endeckten, von denen Du dachtest, dass sie nicht möglich sind. Alles ist möglich oder bist Du noch nie im Traum geflogen und weist genau wie es sich anfühlt? Ob Du Angst haben musst? Aber nein! Es wird gut ausgehen.

„Also kommst Du mit?“

Ich strecke meine Hand aus, lächle aufmunternd, ich zwinkere Dir sogar zu. Langsam stehst Du auf.

„Deine Hand nehme ich noch nicht, aber bin neugierig.“

„Gut dann komm.“

Ich stehe auf und halte inne. Ich schaue Dich an, so wirklich anschauen.

„Ach da ist noch etwas, ich bin Andreas. Deinen Namen kenne ich noch nicht. Wenn Du und ich uns gegenüber sind sagen wir natürlich Du, aber manchmal erzähle ich von Dir, was Du gerade erlebst, da brauche ich einen Namen. Hast Du etwas dagegen, wenn ich Dich Marie nenne?“

„Marie?“

„Ja, Marie.“

„Aber warum Marie?“

Ich zögere nur einen Moment, weil ich nenne Dich ja jetzt Marie und das habe ich mir lange überlegt.

„Kennst Du eine Marie?“

„Nein aber ich kannte mal eine Marie.“

Du schaust mir in die Augen. Du hast einen warmen, freundlichen und ermunternden Blick, der einlädt zu erzählen.

„Hast Du sie geliebt?“

„Ja.“

„Du hast sie verloren?“

„Es ging nicht … das Wasser war zu tief.“

Du zögerst einen Moment.

„Bist Du traurig, immer noch verliebt? Möchtest Du Sie wieder?“

„Alles Nein …übrigens kitzeln war in dieser kurzen stürmischen Zeit gar nicht zur Sprache gekommen.“

Du zögerst, lässt einfach die Worte wirken. Da ist also jemand, der sucht jemanden, irgendwie Dich. Worte kann er gut. Und es hört sich so an, als ob er das was er schreibt wirklich war … ist, er es also erlebt hat und er wendet sich an mich. Ja und dann möchte er mich Marie nennen. Spinner!
Oder vielleicht nicht.

„Aber warum möchtest Du mich dann Marie nennen?“

Ich lächle.

„Ich war sehr verliebt in Marie und sie in mich, wunderbare Zeit im Leben, und mit diesem Gefühl schreibe ich dieses Märchen an Dich, vielleicht ist es auch eine Sage oder es wird Wirklichkeit im Herzen.“

Du stehst auf. Zögernd, doch dann sicher nimmst Du meine Hand.

„Dann komm.“

Habe ich Dich schon einmal angelächelt?

Fünf Wege

Wir sitzen in einem schönen Raum, die hohen Fenster, der Blick aus diesen Fenstern, ein kleiner Park mit alten Bäumen. Sonne, Licht und Schatten tritt durch die Blätter. Du sitzt in einem Sessel, nicht breit und ausladend, eher ein Clubsessel, ein kleiner Tisch seitlich vor Dir. Eine kleine Espressotasse, das obligatorische Keks und etwas Wasser zum nachspülen sind bereit. Oh da ist Abstand zwischen uns. Nicht zudringlich ist die Situation. Es ist kein kalter Raum, es ist ein warmer Raum. Du schaust Dich kurz um, bist einen Hauch oder etwas mehr sauer. Deine erste Reaktion, sie ist komplett nachvollziehbar. Du hältst kurz inne bevor Du sprichst. Hinter Dir, eine Tür, durch die bist Du wahrscheinlich hereingekommen, vor Dir fünf Türen, jede sieht ein wenig anders aus. Und in den Türen gibt es eine Art Klappe, gerade genug groß um eine Hand hineinzustecken.

„Andreas, wie bin ich hier hingekommen, ist das real? Ich habe nur Deine Hand genommen.“

Ich verstehe dieser plötzliche Raum ist schon etwas komisch, einfach der Weg dorthin, eben keinen Weg, sondern einfach plötzlich da sein.

„Marie, Du bist in einem Märchen, da spart man sich Wege über die Gänge und ist einfach da. Ich kann mir vorstellen das ist ein wenig überraschend.“

Du nippst an dem Espresso, er schmeckt wie ein Espresso, komplett normal.

„Wenn Du lieber Tee oder Wasser magst, sag es mir Du sollst Dich wohlfühlen. Nimm Dir einfach zu fühlen wie es Dir geht.“

Und jetzt siehst Du mich, einfach Freundlichkeit. Du gehst ein wenig herum, schaust aus dem Fenster, öffnest ein Fenster. Da ist wirklich ein kleiner Park, die Luft riecht nach Sommer. Du beruhigst Dich, nippst wieder am Espresso (Tee oder Wasser).

Du sitzt wieder in Deinem Sessel.

„Also, Andreas, wenn ich das ganze hier richtig verstehe, ich bin in Deinem Märchen Deiner Phantasie.“

„Das ist richtig.“

„Gibt es einen Ausweg, nur, wenn ich wollte, jetzt?“

„Aber natürlich, die Tür hinter Dir.“

„Und was ist mit den Türen vor mir, was verbirgt sich dahinter?“

„Kitzeln … niemals gemein. Ich meine damit, das Dich NIE verletzen würde, aber es kann schon zeitweise schlimm sein, letztendlich ist es immer erotisch, macht ganz viel Lust … und manchmal kitzelst Du mich.“

Jetzt lächelst Du.

„Also ich kann rausgehen aus Deinem Märchen, die Tür hinter mir. Oder ich bin eingeladen.“

„Genau, nimm Dir Zeit, gehst Du mit?“

Andreas