footeater1
TMF Master
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Sommer mit Kochlöffel
Erinnerungen an Tante Gisela
Stets wenn ich in der Küche hantiere und dabei die Schublade öffne in der der Holzkochlöffel liegt, muss ich an den Sommer bei Tante Gisela denken.
Ich war damals ein aufmüpfiger und fauler Teenager dem seine Eltern viel zu viel durchgehen ließen. Wohl in erster Linie um einige Zeit Ruhe vor mir zu haben wurde ich in den großen Ferien zu Tante Gisela aufs Land „verschickt“. Ich kannte die Tante von einigen Besuchen und mochte ihre herzliche Art. Dass sie aber auch sehr streng war und ganz spezielle Erziehungsmethoden vertrat sollte ich in diesem Jahr schmerzhaft erfahren.
Die ersten Tage im Haus meiner Tante verliefen, wie ich fand, ruhig und harmonisch. Ich wollte einen guten Eindruck machen und zügelte mich was mein Verhalten anging so gut es mir möglich war. Ich zügelte mich nicht gut genug. Es war am vierten oder fünften Tag, wir hatten gerade zu Abend gegessen und Tante Gisela bat mich den Abwasch zu erledigen. Sie selbst wollte noch eine Bekannte im Dorf besuchen, bei ihrer Rückkehr sollte ich mit der Arbeit fertig sein. Ich versprach ihr dies, Tante Gisela machte sich auf den Weg – und ich fläzte mich in den Sessel vor dem Fernseher.
Der Abwasch und mein Versprechen an die Tante waren vergessen. Als ich einige Stunden später das Schloss der Haustür hörte überfiel mich nicht einmal ein schlechtes Gewissen. Aus der Küche hörte ich ein kurzes „Oh“. Dann stand Tante Gisela vor mir, und ihr Blick erzeugte in meinem Magen unwillkürlich ein sehr schlechtes Gefühl. „Junger Mann, hattest du mir nicht etwas versprochen?“ fragte sie scharf. „Ja…ja Tante, tut mir leid, mache ich morgen…“ antwortete ich beschwichtigend. Die Tante schwieg einige Zeit. Was sie dann sagte ist mir bis heute im Ohr geblieben…“Zieh dir Hausschuhe und Socken aus!“ „Wie bitte?“ fragte ich ungläubig. „Zieh dir sofort Hausschuhe und Socken aus, Michael!“ Erst jetzt bemerkte ich dass sie einen langen Holzkochlöffel aus der Küche mitgebracht hatte. „Michael, ich mag dich wirklich sehr gerne, aber ich muss leider feststellen dass du einiges an Erziehungsdefiziten aufweist. Ich habe dich in den letzten Tagen genau beobachtet, du bist faul und undiszipliniert, nicht einmal hast du mir deine Hilfe im Haushalt angeboten. Und heute brichst du ein Versprechen. Du hattest es mir versprochen, versteht du nicht was das bedeutet? Es wird Zeit dass du lernst was es heißt Konsequenzen für dein Verhalten zu tragen! Also, zum letzten Mal: Hausschuhe und Socken aus!“ Ich konnte nichts sagen. Ich schämte mich, denn sie hatte recht. Zum allerersten Mal hatte mich jemand auf diese Weise mit meinem Fehlverhalten konfrontiert. Ohne zu schreien, ohne wütend zu werden. Ich ahnte was nun passieren würde, ich wusste es verdient zu haben, ich glaubte meiner Tante dass sie mich mochte und es in erster Linie für mein Wohl tat. Ich zog mir Schuhe und Strümpfe aus. Tante Gisela griff meine Füße und klemmte sie sich fest unter den Arm. Sie schaute mir in die Augen. „Beiß die Zähne zusammen mein Junge – Strafe muss sein!“ Ich schluckte. Der Kochlöffel klatschte auf meine nackten Fußsohlen…
Ich werde diese erste Abreibung nie vergessen. Tante Gisela schlug meine Sohlen bis sie feuerrot brannten, ich schluchzte und weinte, biss aber tapfer die Zähne zusammen. „So – geht – es – frechen - Knaben - Mauken!“ wiederholte die Tante im Rhythmus der Bestrafung, „So – geht – es – frechen - Knaben - Mauken!“
„Ja, Tante“, presste ich mühsam mit tränenerstickter Stimme hervor, „So geht es frechen Knabenmauken!“
Der Kochlöffel lag in diesem Sommer von nun an stets griffbereit. Ein kurzer Blick meiner Tante und ich saß barfuß im Sessel um meine wohlverdiente Sohlenzüchtigung entgegenzunehmen.
Das ist nun viele Jahre her. Ich weiß nicht ob man es nachvollziehen kann, aber ich bin heute unendlich dankbar für diesen Sommer. Für Tante Gisela. Für den Kochlöffel. Ich lernte für meine Fehler einzustehen, auch wenn es schmerzhaft ist. Doch um ehrlich zu sein, in letzter Zeit bemerke ich leichte Rückfälle ins Teenageralter…lege ich mir etwa wieder üble Angewohnheiten zu? Ich spüre ein vertrautes Prickeln unter meinen Sohlen…habe schon viel zu lange nicht mehr mein Tantchen besucht…😉
ENDE
Erinnerungen an Tante Gisela
Stets wenn ich in der Küche hantiere und dabei die Schublade öffne in der der Holzkochlöffel liegt, muss ich an den Sommer bei Tante Gisela denken.
Ich war damals ein aufmüpfiger und fauler Teenager dem seine Eltern viel zu viel durchgehen ließen. Wohl in erster Linie um einige Zeit Ruhe vor mir zu haben wurde ich in den großen Ferien zu Tante Gisela aufs Land „verschickt“. Ich kannte die Tante von einigen Besuchen und mochte ihre herzliche Art. Dass sie aber auch sehr streng war und ganz spezielle Erziehungsmethoden vertrat sollte ich in diesem Jahr schmerzhaft erfahren.
Die ersten Tage im Haus meiner Tante verliefen, wie ich fand, ruhig und harmonisch. Ich wollte einen guten Eindruck machen und zügelte mich was mein Verhalten anging so gut es mir möglich war. Ich zügelte mich nicht gut genug. Es war am vierten oder fünften Tag, wir hatten gerade zu Abend gegessen und Tante Gisela bat mich den Abwasch zu erledigen. Sie selbst wollte noch eine Bekannte im Dorf besuchen, bei ihrer Rückkehr sollte ich mit der Arbeit fertig sein. Ich versprach ihr dies, Tante Gisela machte sich auf den Weg – und ich fläzte mich in den Sessel vor dem Fernseher.
Der Abwasch und mein Versprechen an die Tante waren vergessen. Als ich einige Stunden später das Schloss der Haustür hörte überfiel mich nicht einmal ein schlechtes Gewissen. Aus der Küche hörte ich ein kurzes „Oh“. Dann stand Tante Gisela vor mir, und ihr Blick erzeugte in meinem Magen unwillkürlich ein sehr schlechtes Gefühl. „Junger Mann, hattest du mir nicht etwas versprochen?“ fragte sie scharf. „Ja…ja Tante, tut mir leid, mache ich morgen…“ antwortete ich beschwichtigend. Die Tante schwieg einige Zeit. Was sie dann sagte ist mir bis heute im Ohr geblieben…“Zieh dir Hausschuhe und Socken aus!“ „Wie bitte?“ fragte ich ungläubig. „Zieh dir sofort Hausschuhe und Socken aus, Michael!“ Erst jetzt bemerkte ich dass sie einen langen Holzkochlöffel aus der Küche mitgebracht hatte. „Michael, ich mag dich wirklich sehr gerne, aber ich muss leider feststellen dass du einiges an Erziehungsdefiziten aufweist. Ich habe dich in den letzten Tagen genau beobachtet, du bist faul und undiszipliniert, nicht einmal hast du mir deine Hilfe im Haushalt angeboten. Und heute brichst du ein Versprechen. Du hattest es mir versprochen, versteht du nicht was das bedeutet? Es wird Zeit dass du lernst was es heißt Konsequenzen für dein Verhalten zu tragen! Also, zum letzten Mal: Hausschuhe und Socken aus!“ Ich konnte nichts sagen. Ich schämte mich, denn sie hatte recht. Zum allerersten Mal hatte mich jemand auf diese Weise mit meinem Fehlverhalten konfrontiert. Ohne zu schreien, ohne wütend zu werden. Ich ahnte was nun passieren würde, ich wusste es verdient zu haben, ich glaubte meiner Tante dass sie mich mochte und es in erster Linie für mein Wohl tat. Ich zog mir Schuhe und Strümpfe aus. Tante Gisela griff meine Füße und klemmte sie sich fest unter den Arm. Sie schaute mir in die Augen. „Beiß die Zähne zusammen mein Junge – Strafe muss sein!“ Ich schluckte. Der Kochlöffel klatschte auf meine nackten Fußsohlen…
Ich werde diese erste Abreibung nie vergessen. Tante Gisela schlug meine Sohlen bis sie feuerrot brannten, ich schluchzte und weinte, biss aber tapfer die Zähne zusammen. „So – geht – es – frechen - Knaben - Mauken!“ wiederholte die Tante im Rhythmus der Bestrafung, „So – geht – es – frechen - Knaben - Mauken!“
„Ja, Tante“, presste ich mühsam mit tränenerstickter Stimme hervor, „So geht es frechen Knabenmauken!“
Der Kochlöffel lag in diesem Sommer von nun an stets griffbereit. Ein kurzer Blick meiner Tante und ich saß barfuß im Sessel um meine wohlverdiente Sohlenzüchtigung entgegenzunehmen.
Das ist nun viele Jahre her. Ich weiß nicht ob man es nachvollziehen kann, aber ich bin heute unendlich dankbar für diesen Sommer. Für Tante Gisela. Für den Kochlöffel. Ich lernte für meine Fehler einzustehen, auch wenn es schmerzhaft ist. Doch um ehrlich zu sein, in letzter Zeit bemerke ich leichte Rückfälle ins Teenageralter…lege ich mir etwa wieder üble Angewohnheiten zu? Ich spüre ein vertrautes Prickeln unter meinen Sohlen…habe schon viel zu lange nicht mehr mein Tantchen besucht…😉
ENDE



